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POWERLINK-Slave

Zusätzlich zur Implementierung von POWERLINK-Slaves als Stacks auf dem Applikationsprozessor lassen sich diese mit dedizierter Kommunikationshardware realisieren. Die Möglichkeit einer Implementierung von POWERLINK-Slaves reicht von betriebsfertigen Evaluierungs-Boards und für Prototypen oder Kleinserien geeigneten Aufsteck-Baugruppen bis zu optimierten FPGA-basierten Halbleiterlösungen samt Protokoll und Applikationssoftware. Die verschiedenen Optionen unterscheiden sich durch Flexibilität und Kosten. Durch Multiprotokoll-Lösungen können Komponentenhersteller einheitliche Hardwareplattformen für verschiedene Industrial-Ethernet-Lösungen nutzen. Die Entscheidung zur Verwendung eines bestimmten Feldbus-Standards wird erst bei der kundenspezifischen Anpassung vor der Ablieferung an den Endkunden getroffen. Diese Option ist üblicherweise teurer als reine POWERLINK-Lösungen. Multiprotokoll-ASICs bilden das gesamte System auf einem Chip ab. Eine herausragende Stärke ist dabei die definierte Schnittstelle zwischen dem Kommunikations- und Applikationsprozessor. Es gibt jedoch auch Nachteile wie die festgelegte Programmschnittstelle, die teurere Hardware und den in Abhängigkeit von den Produktionslosen variierenden Preis. FPGA-basierte Multiprotokoll-Lösungen bieten in Umgebungen, in denen unterschiedliche Protokolle verwendet werden, die benötigte Flexibilität. Im Gegensatz zu ASIC-Lösungen können Anwender die API beeinflussen. Dennoch sollten sie sich bewusst sein, dass der Hardwarepreis vom Ressourcenbedarf des anspruchsvollsten integrierten Protokolls abhängig ist. Reine POWERLINK-Lösungen in FPGA bieten wirtschaftlichere Alternativen und mehr Flexibilität hinsichtlich der Schnittstelle. Konventionelle, mit RAM und externem Flash-Speicher ausgestattete 32-bit-CPUs sind die kostengünstigste Möglichkeit zum Anschluss eines Slaves. Sie unterbieten die Preislageder ASIC-basierten Protokolle deutlich und gewährleisten dabei die Flexibilität und Offenheit eines Standard-Mikroprozessors. Allen Optionen gemeinsam ist die flexible Verbindung von Applikations- und Kommunikationssoftware, beispielsweise über Dual-Port RAM oder serielle Schnittstelle.

Übersicht POWERLINK Slave Implementierung