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EtherNet/IP-Kommunikation

EtherNet/IP ist ein offener industrieller Standard, der von Allen-  
CIP Message Routing, Connection Management  Bradley (Rockwell Automation) und der ODVA (Open DeviceNet Vendor Association) entwickelt und im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Bei dem „Ethernet Industrial Protocol“ handelt es sich im Prinzip um das bereits von ControlNet und DeviceNet genutzte Anwendungsprotokoll CIP (Common Industrial Protocol), das auf das Transportprotokoll Ethernet portiert wurde. EtherNet/IP ist besonders auf dem amerikanischen Markt stark vertreten und wird häufig in Verbindung mit Rockwell-Steuerungen eingesetzt.

Funktionsweise

EtherNet/IP läuft auf Standard-Ethernet-Hardware  und nutzt zur Datenübertragung sowohl TCP/IP als auch UDP/IP. Durch die vom CIP-Protokoll unterstützte Producer-Consumer-Funktionalität stehen EtherNet/IP unterschiedliche Kommunikationsmechanismen zur Verfügung, wie zum Beispiel zyklisches Polling, zeit- oder ereignis- gesteuerte Auslösung, Multicast oder einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

Das Anwendungsprotokoll CIP unterscheidet zwischen „impliziten“ E/A-Nachrichten und „expliziten“ Frage/Antwort-Telegrammen für Konfiguration und Datenerfassung. Während explizite Nachrichten in TCP-Frames eingebettet werden, werden Daten für Echtzeitanwendungen wegen des kompakteren Formats und kleineren Overheads per UDP versendet. Switches, die den Mittelpunkt der sternförmigen Netzwerktopologie bilden, verhindern Datenkollisionen der über Punkt-zu-Punkt-Verbindung angeschlossenen Geräte. EtherNet/IP erreicht typi- scherweise weiche Echtzeit mit Zykluszeiten um die 10 Millisekunden. Durch CIP Sync und CIP Motion und die präzise Synchronisation der  producer     prepare  consumer  accept   filter  consumer     filter  consumer  accept   filter  Teilnehmer durch verteilte Uhren (entsprechend  der IEEE-Norm 1588) werden ausreichend kleine Zykluszeiten und Jitter zur Ansteuerung von Servomotoren angestrebt.