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Performance

Da es sich bei Safety-Protokollen um Applikationsprotokolle handelt, ist die Performance eines Sicherheits-Netzwerks vom darunterliegenden Datenübertragungsprotokoll abhängig. Die Wahl des Basisprotokolls bestimmt die verfügbare Kommunikationsbandbreite und die Zykluszeiten, aber auch funktionale Merkmale wie die Hotplug-Fähigkeit oder Datenkommunikation über Querverkehr. Der Querverkehr hat entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit sicherheitsgerichteter Systeme. In Netzwerken, die Querkommunikation unterstützen, können Signale von jedem Safety-Knoten ohne den Umweg über einen Master direkt an einen oder mehrere andere Safety-Knoten übertragen werden. Das ermöglicht in gefahrvollen Situationen optimierte Reaktionszeiten. In Netzwerken ohne Unterstützung für Querverkehr senden die Safety-Knoten ihre Signale an einen Feldbus-Masterknoten,  der diese zur Bestätigung an den Safety Master des Netzwerks weiter leitet. Es wird daraufhin an den FeldbusMasterknoten zurück übertragen, der es schließlich dem empfangenden Safety-Knoten weiterreicht. Im Vergleich zum direkten Datenaustausch per Querverkehr verursacht dieser Prozess die vierfache  Signalverzögerung – wertvolle Reaktionszeit verstreicht. Da der Not- Anhalteweg einer Bewegungsachse mit dem Quadrat der Fehler-Reaktionszeit und der negativen Beschleunigung zunimmt, führt die Vervierfachung der Signalübertragungszeit zu einer 16-fachen Verlängerung des Anhaltewegs im Notfall.

Die erforderliche Anzahl unterschiedlicher Prüfsummen erhöht die Komplexität der Implementierung und führt in Folge zu erhöhten Entwicklungskosten. Zusätzlich kann die Berechnung multipler CRCs zu deutlich langsameren Reaktionen auf Sicherheitsverletzungen führen.

Beispiele für kürzere Datenübertragungszeiten durch Querverkehr:  Die Querkommunikation ermöglicht Safety-Knoten, direkt miteinander zu kommunizieren (links), während in einem System, das Querverkehr nicht unterstützt, die Signalwege viermal länger sind (rechts).