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Safety-Funktionalität

Safety-Funktionalität
Die Sicherheitsanforderungen im Produktionsumfeld zu erfüllen, wurde im Laufe der vergangenen zehn Jahre zu einer stark wachsenden Herausforderung. Die Einführung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG durch die Europäische Union führte dazu, dass Maschinen- und Anlagenhersteller ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf diese Thematik legten. Sie müssen umfassende Lösungen entwickeln, die den Schutz der Arbeitenden vor Verletzungen und der Maschinen vor Beschädigungen und zugleich die Produktivität maximieren.
Die neuen Normen führten dazu, dass neue Maschinen strenge Zertifizierungsverfahren absolvieren müssen und zu erhöhten Leistungsanforderungen an die verwendeten Sicherheitskomponenten. Unterstützt durch eine Vielfalt innovativer Safety-Produkte ermöglichten sie auch eine Änderung des Zugangs zur Konzeption von Sicherheitslösungen. Nicht länger ist ein Not-Aus, der sofort alle Teile einer Maschine zum Stillstand bringt, die einzige sichere Reaktion auf ein Eindringen in die Gefahrenzone. Intelligente sichere Antriebsfunktionen (Smart Safe Reactions), etwa fortgesetzter Betrieb mit sicher reduzierter Geschwindigkeit, bieten in vielen Fällen ausreichenden Schutz und erhöhen die Produktivität durch Reduktion der Wiederanlaufzeit. In vielen Fällen – besonders im Einrichtebetrieb – ermöglichen sie eine sichere Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

Auf den ersten Blick können die hart verdrahteten Lösungen kostengünstiger wirken. Durch die geringeren Preise der einzelnen Hardwarekomponenten kann das auch in manchen Fällen zutreffend sein, nicht jedoch bei Betrachtung der Sicherheitslösung in Ihrer Gesamtheit. Für Systeme, deren Komplexität über einen einzelnen Not-aus-Taster hinausgeht, werden netzwerkintegrierte Sicherheitssysteme bevorzugt. Diese kommen mit weniger Komponenten und Verkabe- lungsaufwand aus und bieten im Gegensatz zu hart verdrahteten Lösungen durch Konfiguration und Parametrierung eine höhere Flexibilität in der Entwicklung von sicheren Applikationen. Die zudem vereinfachte Fehlerdiagnose führt in Kombination mit zentraler Datenhaltung zu schnellerer Rückkehr in den Produktivbetrieb. Erreicht wird die maximale Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen mittels integrierter Sicherheitstechnik  durch:

  • mit dem Netzwerk direkt verbundene Sicherheitssensoren
  • direktes Auslesen der Geräteinformationen
  • vereinfachte  Wartung dank automatischer  Komponenten- Parametrierung über das Netzwerk
  • sichereres Umschalten zwischen Betriebszuständen durch Parametersetzen im Betrieb
  • verringerte Reaktionszeit durch Eliminieren der Relais-Verzögerung
  • von Netzwerk und sicherheitsgerichteter Software unterstütztem modularen Aufbau
  • erhöhte Verfügbarkeit als Ergebnis umfassender  Diagnose
  • Reduktion von Komponentenanzahl und Verkabelungsaufwand
  • größere Vielfalt von Safety-Funktionen (Sicherer Betriebshalt, sicher begrenzte Geschwindigkeit, …)