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OPC UA und POWERLINK

Gemeinsam arbeiten die OPC Foundation und die EPSG derzeit an der vollständig schnittstellenfreien Kommunikation innerhalb und zwischen Produktionssystemen. Dazu wird eine gemeinsame Companion Specification erstellt. Alle Maschinendaten werden vom OPC-UA-Server in der Maschinensteuerung gemappt, also standardisiert bereitgestellt.
Zukünftig kann OPC UA auch vollständig in das POWERLINK-Protokoll integriert werden. POWERLINK nutzt dabei die Möglichkeit in seiner asynchronen Phase,  also unabhängig von den Echtzeitdaten, beliebige Ethernet-Daten zu transportieren.

Damit entfallen sämtliche Schnittstellen, ein Gateway zwischen IT-Welt und POWERLINK ist nicht nötig. So kann ein SCADA-System via OPC UA zum Beispiel direkt auf einen Sensor zugreifen, Parameter ändern und Diagnoseinformationen abrufen. Alle OPC UA Services sind uneingeschränkt verfügbar.

Was ist OPC UA?

OPC Unified Architecture (OPC UA) ist ein herstellerunabhängiges Kommunikationsprotokoll für Automatisierungsanwendungen in der Industrie. Es basiert auf dem Client-Server-Prinzip und ermöglicht die durchgängige Kommunikation vom ERP-System bis zu einzelnen Sensoren und Aktoren. Das Protokoll ist flexibel, plattformunabhängig und verfügt über eingebaute Sicherheitsmechanismen. OPC UA wird daher als ideales Kommunikationsprotokoll für die Umsetzung von Industrie 4.0 angesehen.

Security vollständig integriert

Das Protokoll verfügt über mehrere integrierte Sicherheitsmechanismen. User Level Security, Application Level Security und Transport Level Security können je nach Bedarf einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Dabei setzt OPC UA auf sichere X.509-Zertifizkate. Damit erfüllt das Protokoll strenge IT-Sicherheitsrichtlinien.

Die OPC Foundation

Die OPC Foundation ist ein unabhängiges Gremium, das den Standard OPC UA spezifiziert und weiterentwickelt. Die OPC Foundation hat derzeit mehr als 450 Mitglieder (Stand: Dezember 2015), darunter alle großen Automatisierungshersteller. 

Was bringt OPC UA dem Anwender?

OPC UA ermöglicht den Transport von Rohdaten und vorverarbeiteten Informationen von der Sensor- und Feldebene bis hinauf zum Leitsystem und in die Produktionsplanungssysteme. Schnittstellen, Gateways und die einhergehenden Informationsverluste gehören der Vergangenheit an.

OPC UA ermöglicht es, Produktionsdaten, Alarme, Events und historische Daten in einen OPC-UA-Server zu integrieren. Damit kann zum Beispiel ein Messgerät für Temperatur als ein Objekt dargestellt werden, das Temperaturwert, Alarmparameter sowie entsprechende Alarmgrenzen beinhaltet. Diese Informationen stehen jedem OPC-UA-Client zur Verfügung.

Daten werden zu wertvollen Informationen

Um Daten über Hersteller- und Plattformgrenzen hinweg nutzbar zu machen, werden sie von OPC UA in Informationen übersetzt, die den nötigen Kontext beinhalten, mit dem jedes OPC-UA-fähige Gerät die Daten interpretieren und nutzen kann. Dieser Prozess wird als Datenmodellierung bezeichnet. In den OPC-UA-Spezifikationen sind allgemein gültige Informationsmodelle enthalten. Auf Basis dieser Modelle können bei Bedarf weitere Modelle ergänzt werden.